Groß-Gerauer Echo, Montag 17. Mai 2004


"In Gaststätten einen

Krug Wasser reichen"

Symposium - Versorger betonen hohe

Qualität - Brunnen am Historischen Rathaus


GROSS-GERAU. Rund um das Trinkwasser drehte sich ein Symposium, welches das Wasserwerk "Gerauer Land" und die Hessenwasser GmbH im Historischen Rathaus Groß-Geraus veranstalteten. Vor rund 80 Zuhörern nutzten Kreisstadt-Bürgermeister Helmut Kinkel und sein Nauheimer Kollege Helmut Fischer die Gel­genheit, für das Wasser aus dem Gerauer Wald zu werben.

Als Verbandsvorsteher des Wasserwerkes Gerauer Land stellte Fischer das kommunale Unternehmen vor, das jährlich rund drei Millionen Kubikmeter Wasser verkauft, 59 000 Menschen in Büttelborn, Groß-Gerau, Nauheim und Trebur versorgt und 14500 Hausanschlüsse unterhält. Fischer plädierte dafür, sich am Wasserhahn zu bedienen und nicht von Werbung für bestimmte Produkte blenden zu lassen. Das Groß-Gerauer Wasser habe eine ausgezeichnete Qualität und sei zudem preisgünstig.

In Gaststätten könne wie in südlichen Gefilden ein Krug Was­ser gereicht werden, regte Fischer an, der ferner ankündigte, dass die Mitgliedskommunen für den Bau eines Trinkwasserbrunnens je 3000 Euro erhielten. In Groß-Gerau soll er am Historischen Rathaus entstehen.

Knapp das dreißigfache der Fördermenge des Wasserwerkes "Gerauer Land" setzt dagegen die Hessenwasser um. Wie Wolfgang Korthals ausführte, liegt der

Wasserabsatz bei 86 Millionen Kubikmeter. Das aus dem Zusammenschluss der Wassersparten von Mainova, Südhessischer und Riedwerken entstandene Unternehmen verfügt über 31 Wasserwerke und 295 Kilometer Transportleitungen. Betont wurde von  Korthals die Notwendigkeit weiterer struktureller Verbesserungen.

Darüber hinaus befasste er
sich mit dem Thema ,,Trinkwasserschutz als Eckpfeiler der Gesundheitsvorsorge", während sein Kollege Hubert Schreiber sich unter anderem mit dem Wasserverbrauch und den Auswirkungen von Sparbemühungen beschäftigte. Nach seinen Darlegungen gibt es keine so genannte Doppelblindstudie, die je gezeigt hätte, dass Mineralwasser gesünder sei als Leitungswasser. Um Mineralwasser zu befördern, seien in Deutschland täglich 2000 Lastwagen unterwegs, je Liter gingen durchschnittlich 200 Gramm Kohlendioxid in die Luft.

Wie er weiter anmerkte, werde allerdings zu wenig getrunken.

Im Anschluss an die Vorträge standen neben den Referenten der Mediziner Harald Hoensch vom Groß-Gerauer Kreiskrankenhaus, Ernährungswissenschaftlerin

Angelika Winzen und Maria Salder, Betriebsleiterin des Wasserwerks Gerauer Land, bei einer Talkrunde für Fragen der Besucher zur Verfügung: Darüber hinaus war eine Ausstellung zum Thema  Wasser zu sehen.                   mzh